The Jacksons: Blame It On The Boogie

Es gibt pop songs, die, egal, wann, wo oder wie oft ich sie höre, meine Stimmung ein gutes Stück heben. Dies ist einer davon:

The Jacksons: Blame It On The Boogie (1978, 3:31) feelgood song #1

Michael Jackson 1978: Was für ein gutaussehender junger Mann, was für ein cooler Tänzer (was für coole Video-Effekte) – ich bin überzeugt, wenn wir ihn heute noch so hätten, wäre die Welt schöner.


Ich habe Michael Jackson 1992 auf der Dangerous Tour im (damals noch) Volksparkstadion in Hamburg gesehen. Fan war ich damals nicht gerade; die Karten hatte ich durch Zufall einen Tag vorher günstig angeboten bekommen, weil jemand krank geworden war. Gekauft habe ich sie aber ohne groß nachzudenken, denn mit Thriller gehörte Michael Jackson zum Soundtrack meiner Jugend und ich dachte „Einmal im Leben musst Du Michael Jackson live gesehen haben,“ und direkt danach: „… bevor er total abdreht!“

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Während des Konzerts standen wir hinter einer Gruppe kleiner kreischender Mädchen ( „Seine Socke! Hast du seine Glitzersocke gesehen? Süüüüüüß! Maiiiiiiiiikellll!“ „Aaaaaaah! Er hat den Moonwalk gemacht! Den Muuuuuuuuunwåk! Oh, ich sterbe!“), die echte Fans waren.

Fan war ich, wie gesagt, nicht. Als dann irgendwann nach dem zweiten oder dritten Stück eine winzigkleine Figur auf der Bühne mal still stand, die auch auf den Großbildschirmen etwas verhuscht wirkte, und ein paar Worte ins Mikro hauchte, dachte ich: „Mann, ist der schüchtern, und das bei dem Job!“. Dann fing Peter Pan wieder an zu singen und zu tanzen wie sonst niemand auf der Welt: Dann kam irgendwann Smooth Criminal und ich sah den King of Pop bei der Arbeit und ich war Michael Jackson's Biggest Fan – für einen Abend.

Ich tanzte und sang alle Lieder mit (ich kannte tatsächlich fast alle Texte, ohne es zu wissen, aber damals wurde MJ auch noch dauernd im Radio gespielt). Auch der verschüchterte Junge auf der Bühne kam aus sich heraus: Offensichtlich machte er das, was ihm Spaß machte, was er am besten konnte, wofür er geboren war. Sein Lächen wirkte glücklich, seine Augen strahlten, er hatte uns in der Hand. Für den Rest des Abends war seine Stimme fest und laut, wenn er sprach, und auf mich wirkte er während sener gesamten Show, paradoxerweise, völlig authentisch. Seitdem bin ich der Ansicht, dass die Lebensform Michael Jackson auf die Bühne gehört und nur dort voll zurechnungsfähig ist.

In den Tagen nach dem Konzert war ich ein zufriedener Mensch, der Michael Jackson-Lieder summte. Aus dieser Zeit stammt auch meine Begeisterung für Michael Jacksons Frühwerk, da ich damals meine erste CD der Jackson 5 (Best of, bei Zweitausendeins, glaube ich) kaufte. Auf der sind noch einige andere meiner feelgood songs

4 Kommentare

22.04. | 13:02

... die ich auch erst durch dich kennengelernt habe. als klassische musikmitläuferin kannte ich natürlich die aktuellen songs, doch jackson 5 übertrifft einiges von dem. gute laune und das gefühl des 'alles-ist-machbar' ... träumen vorprogrammiert. s

22.04. | 14:56

ich habe vor, noch mehr feelgood songs zu posten – ich sage nur: Earth, Wind and Fire!

27.04. | 12:28

Warst Du auch bei dem legendären Prince-Konzert im St. Pauli-Stadio? Ich sage nur: Sound bis Langenhorn! War damals undergroundgemäß auf dem Dach des damaligen Plaza.

27.04. | 13:18

neeh, war ich nicht, aber ich erinnere mich, dass ich mit leuten bei offenem fenster in der küche meiner damaligen whg gesessen & das konzert so genossen habe.

ist das nicht am naechsten tag wiederholt worden & dann mussten sie's leiser drehen?

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