Carl Strohmeyer

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Carl Strohmeyer hat in der Zeit nach dem 1.Weltkrieg die Produkte der Drägerwerke mit seinen wunderschönen Holzschnitten ausdrucksstark illustriert.


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Zierbilder

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Werbeflugblatt

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Zierbilder aus Draegerheftumschlägen

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Werbeheft-Umschlag

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Katalogbilder

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Katalogumschlag

Die Abbildungen enstammen der Zeitschrift Das Plakat vom März 1920.

Über den Künstler Carl Strohmeyer habe ich wenig herausgefunden: Der Artikel (Aufsatz hiess das damals noch) im Plakat gibt sein Alter mit 28 an, und 1957 hat er offenbar noch gemalt.

Der »gewandte Lithograph« hat sich irgendwann, unüblicherweise, dem Holzschnitt zugewendet, in welcher Technik die hier gezeigten Illustrationen ausgeführt wurden. Ansonsten beklagt der Artikel seitenlang das künstlerische Darniederliegen der deutschen »Gebrauchsgraphik«.

Die Drägerwerke in Lübeck waren damals übrigens führend in der Welt bei der Rettungstechnik, weil dort die ersten und besten tragbaren Beatmungsgeräte erfunden und hergestellt wurden.

3 Kommentare

26.09. | 13:23

Schöne Illus. Die Dräger-Werke sind immer noch führend im Atemschutz. Allerdings sollte bei der Erwähnung der damaligen Firmenerfolge auch gesagt werden, daß Dräger wenige Jahre später nur allzu gerne Versuchsmenschen von der NS-Verwaltung abnahm. In den tiefen, tiefen Seen um Plön liegen so einige Leichen, an denen - vor und während des Ablebens - Belastungs- und Funktionstests durchgeführt wurden. Und einige Tauchverbote in den Seen sind auf die höfliche Rücksichtnahme zurückzuführen, die man gegenüber Dräger gerne übt. Denn es ist ja ein Weltkonzern. Und Verwaltung ist schließlich immer noch Verwaltung.

27.09. | 23:15

wie viele deutsche traitionsfirmen hat draeger bekannermassen zwangsarbeiter beschaeftigt (wenn dies das richtige wort ist), danke fuer diese ergaenzung.

bei draeger hoert sich das so an: Zwangsarbeiter auch bei Dräger

Die Beschäftigung von Zwangsarbeitern ist ein dunkles Kapitel. deutscher Industriegeschichte. Sie wird vom NS-Staat systematisch organisiert, um die an der Front kämpfenden Industriearbeiter zu ersetzen udn so die Kriegsproduktion aufrechtzuerhalten: 1944 stellen sie etwa ein Viertel aller in der deutschen Wirtschaft beschäftigten Arbeitskräfte. Im Drägerwerk sind es zu diesem Zeitpunkt 1.200 der 7.000 Mitarbeiter, Zivilisten, die vor allem aus den bsetzten Gebieten im Osten stammen – der Sowjetunion, Polen oder Jugoslawien. Kriegsgefangene sind mit nur 50 Personen in der Minderheit. Die Beschäftigung von KZ-Häftlingen, die Heinrich Dräger im Jahr 1944 vom Reichsministerium für Rüstung angeboten wird, lehnt er ab. Gleichzeitig schirmt er jüdische Mitarbeiter des Unternehmens wie den Philosophen Hans Blumenberg aktiv gegen den Zugriff der NS-Behörden ab. Er gehört mit dieser Haltung zu den wenigen Ausnahmn in der Industrie und erregt das starke Misfallen des Ministeriums. Erst unter starkem Druck der Kriegsbürokratie lässt er zu, dass im Zweigwerk Hamburg-Wandsbek ein Außenlager des KZ Neuengamme eingerichtet wird, in dem 500 KZ-Häftlinge arbeiten. Wie in allen derartigen Außenlagern unterstehen die Häftlig SS-Mannschaften, das Drägerwerk selbst hat kaum Einflusss auf ihre Behandlung. Trotzdem versucht der technische Leiter des Werks mit Rückendeckung Drägers immer wieder, die osteuropäischen Arbeiter und Abeiterinnen vor den Schikanen der SS zu schützen und erleidet selbst Repressalien.

ich habe das noch ein wenig gegooglet, & ganz unglaubwuerdig ist es nicht. und nu?

27.09. | 23:27

Also von den Menschenversuchen inden Seen um Plön steht da ja nix. Ist aber unter den Tauchern in der Gegend eine bekannte Sache!

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